Widerstand in Genf

Der lange Kampf um die Anerkennung indigener Rechte im Spiegel von Beatrice Weyrichs Fotografien

Zwischen 1981 und 2004 reiste die Zürcher Grafikerin Beatrice Weyrich (*1934) jedes Jahr nach Genf, um an einer Konferenz der UNO teilzunehmen. Hier kamen die Delegierten indigener Völker zusammen, um für ihre internationale Sichtbarkeit und Anerkennung einzutreten. Weyrich dokumentierte die Arbeit der Delegierten – und schuf so eine visuelle Gegenerzählung zu dominierenden stereotypen Darstellungen Indigener Nordamerikas (Abb. 1). Ihre über 2500 Aufnahmen bilden ein visuelles Archiv des transnationalen indigenen Widerstands, das bisher in Forschung und Öffentlichkeit wenig Beachtung gefunden hat.

Schwarzweißfoto von einer Gruppe von Menschen an Konferenztischen

Abb. 1: International NGO Conference on Indigenous Peoples and the Land, UNO, Genf 1981. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Global vernetzter Widerstand indigener Gemeinschaften

In den 1970er Jahren intensivierte sich die überregionale, internationale Vernetzung indigener Gemeinschaften.[1] Die Gründung des American Indian Movement (AIM) 1968 sowie die Protestaktionen auf Alcatraz (1969-1971) und in Wounded Knee (1973) waren grundlegend für den indigenen politischen Widerstand in Nordamerika und Schlüsselphasen der Red Power Bewegung.[2] Im November 1969 besetzten indigene Aktivistinnen und Aktivisten die stillgelegte Gefängnisinsel Alcatraz vor San Francisco als Zeichen des Protests gegen Landraub und zur Rückforderung von indigenem Territorium. Im Februar 1973 nahmen Mitglieder des American Indian Movement zusammen mit Oglala Lakota den symbolträchtigen und gewaltbehafteten Ort Wounded Knee in der Pine Ridge Reservation ein – jenen Ort, wo die US-Armee 1890 bei einem Massaker 300 Lakota getötet hatte. Mit ihrem Protest gegen Vertragsbrüche und die schlechten Lebensbedingungen in der Reservation rückten sie die Situation der Native Americans auch weltweit in den öffentlichen Fokus.

Ein entscheidender Schritt auf internationaler Ebene und auf dem Weg zur globalen Vernetzung war die NGO Conference on Discrimination against Indigenous Populations in the Americas im Jahr 1977, an der indigene Delegationen aus 15 Ländern Nord- und Südamerikas teilnahmen.[3] Die Juristin und Cree-Angehörige Sharon Venne erinnerte sich später an den Zäsurcharakter der Versammlung: „Over 100 Indigenous peoples testified about the effects of natural resources exploitation, ‚development‛ projects, repression and genocide on our peoples. This was the first time that Indigenous peoples had given testimony on our own behalf in a conference organised within the United Nations system, although it was not our first attempt to do so.“[4] Wie zentral die Genfer Konferenz von 1977 wahrgenommen wurde, zeigt sich auch daran, dass sie in der Ausgabe der Mohawk-Nation-Zeitschrift Akwesasne Notes von 1978 auf der Titelseite gemeinsam mit Alcatraz, der Gründung des AIM und Wounded Knee dargestellt wurde.[5]

Im Jahr 1982 wurde die Working Group on Indigenous Populations ins Leben gerufen, um die United Nations Declaration on the Rights of Indigenous Peoples zu erarbeiten. „The UN is kind of a turtle: it moves pretty slow. But at the same time it’s a powerful medicine, if it’s used in an appropriate way to unite our people“, beschrieb Bill Means (Oglala Lakota) 2013 den langwierigen Prozess der Verabschiedung der Deklaration.[6] Die Schildkröte nimmt bei verschiedenen indigenen „Nations“ auf spiritueller und symbolischer Ebene eine zentrale Bedeutung ein. Turtle Island ist als Bezeichnung für Nordamerika verbreitet, verbunden mit der Vorstellung, dass die Welt auf dem Rücken einer Schildkröte entstanden ist. Nach jahrzehntelangen Verhandlungen zwischen indigenen Vertreterinnen und Vertretern, Staaten und UN-Repräsentanten wurde die Deklaration im Jahr 2007 durch die Generalversammlung der UNO verabschiedet – einzig Kanada, die USA, Australien und Neuseeland stimmten dagegen, unter anderen wegen der darin festgehaltenen Rechte über traditionelles Land und Ressourcen.[7]

Beatrice Weyrich dokumentierte die Arbeit Sharon Vennes und weiterer indigener Delegierter. Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme von 1987 zeigt Venne im Sitzungssaal, aus leichter Untersicht fotografiert (Abb. 2). Sie sitzt an einem Tisch vor einem Mikrofon über ein Schriftstück gebeugt, aus dem sie vorliest. Ihr Blick ist konzentriert und richtet sich auf das Dokument. Im Hintergrund sind verschwommen der Sitzungssaal und ein weiterer Teilnehmer zu sehen. Der Kontext der Aufnahme ist die Grundsatzerklärung, die indigene Vertreterinnen und Vertreter im Jahr 1987 in die UN-Arbeitsgruppe einbrachten und in der sie 22 grundlegende Prinzipien formulierten. Darin festgehalten waren unter anderem das Recht auf Freiheit vor Unterdrückung und das Recht auf Selbstbestimmung. Diese Prinzipien in der UN-Deklaration zu verankern, war Sharon Venne zufolge die maßgebliche Herausforderung der folgenden Jahre: „[…] from 1985 until the adoption by the Working Group in 1993 of a Draft Declaration, Indigenous peoples spent our time defending our work and trying to get stronger language into the final draft.“[8]

Schwarzweißfoto einer Frau, die ein Papier liest.

Abb. 2: Sharon Venne, UN Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1987. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Von der Faszination zum freiwilligen Engagement

Beatrice Weyrich war seit ihrer Kindheit von den indigenen Kulturen Nordamerikas fasziniert.[9] Während ihrer Grafik-Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich besuchte Weyrich regelmäßig die Universitätsbibliothek, um Bildmaterial zu „Native Americans“ zu studieren: „Stundenlang haben wir in der Bibliothek, in der Uni oben, abgeschrieben. Da gab es noch keine Bücher. Wie gesagt, ein wenig Karl May und Lederstrumpf. […] Ich habe abgezeichnet, Muster gezeichnet.“[10]

Mit ihrer Faszination für indigene Kulturen Nordamerikas war Weyrich nicht allein. Seit dem 19. Jahrhundert übten indigene Lebenswelten Nordamerikas eine besondere Faszination auf Menschen aus dem deutschsprachigen Raum aus. Bücher wie Karl Mays „Winnetou“ prägten romantisierte Bilder. Die mediale Konstruktion von „Indianerbildern“ und die Ursachen und Motive der Romantisierung sind gut erforscht.[11] In der Schweiz erfreuten sich vor allem die Jugendbücher von Ernie Hearting und Federica de Cesco sowie die ab 1969 erscheinende Comicreihe „Yakari“ großer Beliebtheit. Auch in den Jugendkulturen der 1960er und 1970er Jahre dienten indigene Kulturen als Projektionsfläche für die Sehnsucht nach einem alternativen, naturverbundenen Leben jenseits gesellschaftlicher Konventionen. Obwohl sich die Jugendlichen von der Elterngeneration abgrenzen wollten, reproduzierten sie doch das überlieferte Klischee einer vermeintlich „natürlichen“, vormodernen Lebensweise und blendeten kulturelle Unterschiede innerhalb der Native Americans aus.[12] Auch trugen sie stereotype Darstellungen von männlichen Kriegern weiter, die bereits in der Populärliteratur zentral waren.

Weyrichs Blick wandelte sich 1958 während einer Reise durch die USA grundlegend: Die Lebensrealität in den „Reserves“ stand in scharfem Kontrast zu den romantisierten Bildern, die in Europa vorherrschten. Sie besuchte mehrere Reservationen und wurde mit den prekären Lebensbedingungen indigener Gemeinschaften konfrontiert.

Seit den 1970er Jahren engagierte sich Weyrich bei Incomindios, einer 1974 in Zürich auf Initiative des International Indian Treaty Council (IITC) gegründeten Organisation zur ideellen und finanziellen Unterstützung indigener Anliegen. In dieser Zeit formierten sich in Westeuropa verschiedene Unterstützergruppen, die sich für die Belange indigener Gemeinschaften einsetzten. Incomindios lancierte ein eigenes Bulletin, betrieb Öffentlichkeitsarbeit, organisierte Veranstaltungen und unterstützte die indigenen Delegationen, wenn diese nach Genf zu den Konferenzen der Vereinten Nationen reisten.[13]

1980 übernahm Beatrice Weyrich die grafische Gestaltung der Zeitschrift, entwarf Plakate für die Organisation und fotografierte bei Incomindios-Veranstaltungen. Ein Jahr später reiste sie erstmals nach Genf, um als Fotografin die UN-Konferenz zu begleiten. Einen Teil ihrer Aufnahmen veröffentlichte sie in der Vereinszeitschrift. In der Gestaltung der collagierten Titelseiten der Zeitschrift von Incomindios zeigt sich auch Weyrichs kämpferischer und gesellschaftskritischer Blick, insbesondere auch in Bezug auf den Umgang mit der Natur (Abb. 3). Im Interview bemerkt sie: „Ich habe vieles in meinem Gedankengut angenommen, weil ich auch sehr viel gelesen habe. […] Gerade was das Leben betrifft, die Lebenseinstellung. Wieso sind wir hier? Haben wir überhaupt das Recht, die ganze Natur zu vergewaltigen?“[14]

Rotes Titelblatt mit Schrift und Grafik einer Hand mit Bäumen und Bagger

Abb. 3: Titelseite Zeitschrift „Incomindios”, Nr. 28, 1984. Grafik: Beatrice Weyrich / Incomindios ©

Damit wurde aus Weyrichs anfänglicher Faszination für die indigenen Kulturen Nordamerikas eine engagierte Haltung, in der sie ihre künstlerische Arbeit und einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit zur Unterstützung des indigenen Kampfs um politische Rechte einsetzte.

 

Visuelle Gegenerzählung

Verschiedene Schweizer Medien berichteten über die Konferenz von 1977. Schlagzeilen stellten unter anderem die vermeintliche Exotik des Besuchs in der Schweiz heraus: „Indianer in Genf“[15] hieß es da oder auch „Konferenz mit Kriegsgeheul!“,[16] wie „Die Tat“ titelte. Auch die „Tagesschau“ des Schweizer Fernsehens strahlte einen Beitrag zur Konferenz aus.[17] In Nahaufnahmen rückte die Kamera den traditionellen Schmuck und die Kleidung der Delegierten in den Innenräumen der UNO in den Fokus, der Beitrag wurde mit Trommelrhythmen und Gesängen der eintreffenden Teilnehmenden unterlegt. Die „Schweizer Illustrierte“ wiederum titelte „Häuptlinge auf dem ‚Kriegspfad‘“ und zeigte eine Farbaufnahme verschiedener Chiefs, meist in traditioneller Kleidung und Headdresses, vor dem Portal des Palais des Nations (Abb. 4). Der Artikel evoziert stereotype Vorstellungen von männlichen Kriegern und verbindet diese mit dem Kampf um Anerkennung auf dem politischen Parkett.[18] Trotz Widerstand der US-Regierung sei die Konferenz zustande gekommen, wird ausdrücklich im Artikel vermerkt. Bei der Aufnahme sind führende Persönlichkeiten des indigenen Widerstands zu sehen, wie Chief Oren Lyons der Onondaga Nation (rechts außen). Auf eine Namensnennung wird verzichtet, wodurch die Vertreter anonym bleiben.

Zeitungsseite mit Farbfotografie von einer Gruppe von Menschen

Abb. 4: „Häuptlinge auf ‚Kriegspfad‘“, in: Schweizer Illustrierte, 19.09.1977, S. 13

Vor allem bei zeremoniellen Anlässen während der Konferenzen trugen die Delegierten traditionelle Kleidung. Damit betonten sie ihre Rolle als Abgesandte, unterstrichen die Bedeutung des Ereignisses und erfüllten zugleich bewusst Seh-Erwartungen. Oren Lyons beschreibt ihre Wirkung bei der Ankunft am Schweizer Zoll und dem Zusammentreffen mit den Zollbeamten: „Our presence – with our bright colors, ribbons, long hair, and feathers – at once reinfoced stereotypes. At the same time, he was not prepared for the intense and intelligent challenge in our eyes.“[19] Die kulturell bedeutsame Kleidung wurde bewusst und selbstbewusst eingesetzt.

Beatrice Weyrich betrachtete das Vorgehen der Schweizer Presse kritisch. Sie erinnert sich, dass die Meldung während der Konferenz, „zwei Lakota tragen heute Federhauben“, ausgereicht habe, um Reporter in Bewegung zu setzen – woraufhin sie selbst „in der hinteren Reihe stand“. Für sie war dies symptomatisch für die damalige Berichterstattung: Selbst von Reportern an der UNO seien indigene Personen nicht als Menschen, sondern als visuelle Klischees wahrgenommen worden.[20] „Die [Pressevertetenden] können es immer noch nicht lassen, wenn sie schreiben, ‚Indianer auf dem Kriegspfad‘, wenn Studierte in Genf einen Vortrag halten“, resümiert Weyrich.[21] Ein Beispiel für ihre medienkritische Haltung ist eine Aufnahme aus dem Jahr 1990 von der Working Group on Indigenous Populations: Sie zeigt eine Szene in einem modernen Konferenzraum mit gebogenen Holzpaneelen an der Wand (Abb. 5). Im Vordergrund sitzt eine Person in Hemd und mit einem auffälligen, traditionellen indigenen Federschmuck (Headdress) am Pult. Sie ist von hinten aufgenommen, das Gesicht nicht erkennbar. Der Fokus liegt jedoch auf zwei Reportern – einer beim Fotografieren, der andere in eiliger Bewegung auf der Suche nach einer optimalen Position zum Schießen eines Bildes.

Schwarzweißfoto von zwei Fotografen, die einen Mann mit Kopfschmuck fotografieren.

Abb. 5: Aufnahme aus dem Konferenzsaal, UNO, Genf 1990. Fotografin: Beatrice Weyrich, Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Weyrichs fotografische Arbeit auf den UNO-Konferenzen – überwiegend in Schwarz-Weiß – setzt eine visuelle Gegenerzählung zu den in der damaligen populären Literatur verbreiteten romantisierenden und exotisierenden Bildern sowie zu eindimensionalen Darstellungen indigener Menschen: „Immer der Indianer auf dem Pferd. Dabei sind die da zum Teil mit Krawatten und im Anzug gekommen.“[22] Die Delegierten kleideten sich während der Konferenzen höchst individuell, und Weyrichs Aufnahmen zeigen, dass viele in Hemd, Kleid, Anzug oder Shirt erschienen und die kulturell bedeutsamen Headdresses verhältnismäßig seltener sind. Caps und Kleidungsstücke mit Schriftzügen und Ornamenten zeigen Zugehörigkeiten zu First Nations oder Tribes oder wichtige Symbole des indigenen Widerstands (Abb. 6). Die bewusste Kleiderwahl kann auch als antikolonialer Widerstand gegen westlich-staatliche Normen einer bürokratischen internationalen Organisation verstanden werden.

Schwarzweißfoto eines Mannes von hinten mit einer Weste mit Logo

Abb. 6: Delegierter mit Weste mit Symbol des American Indian Movement (AIM), UN Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1987. Fotografin: Beatrice Weyrich, Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Ihre Aufnahmen zeigen die Delegierten in ihrer kulturellen und sozialen Vielfalt nicht als anachronistisch, sondern als informierte Zeitgenossinnen und Zeitgenossen. Die Delegierten sind mit moderner Kommunikationstechnik und den Logiken der Massenmedien vertraut, setzen ihr Wissen strategisch ein und treten selbstbewusst auf. Weyrichs Aufnahmen machen die Vielfalt der Delegierten sichtbar, sie bilden aber zugleich auch eine persönliche Auswahl: „Ich musste mich einfach konzentrieren auf Nordmerika“, denn es seien jedes Jahr mehr Delegationen aus weiteren Weltregionen hinzugekommen.[23] Die Schwarz-Weiß-Fotografie verstärkt dabei die Konzentration auf Ausdruck, Haltung und Interaktion. Gleichzeitig entzieht sie den Porträts jene farblichen Codes, die häufig zur visuellen Exotisierung beitragen. Dadurch rückt Weyrich die Porträtierten noch deutlicher als politische Akteurinnen und Akteure der Gegenwart ins Zentrum.

Farbaufnahmen hingegen wählte Weyrich vermehrt für Ereignisse außerhalb der Konferenzräume, wie z.B. für Protestaktionen. So fotografierte sie den Protest gegen die 1992 geplanten „Columbus Quincentenary“-Jubiläumsfeierlichkeiten zur „Entdeckung Amerikas“ durch Christoph Kolumbus, denen die Protestierenden auf einem Transparent 500 Jahre indigenen Widerstand gegenüberstellten (Abb. 7). Auch ungezwungene Anlässe, wie Treffen von Incomindios und indigenen Delegierten, sind meist in Farbe festgehalten.

Farbfoto von Demonstrierenden

Abb. 7: Protestmarsch „500 Jahre indigener Widerstand“, Genf, 31.07.1991. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Durch ihre fotografische Praxis macht Weyrich eine bislang wenig beachtete Dimension der Erinnerungskultur indigener Widerstandsbewegungen sichtbar und zeigt weibliche Aktivistinnen als zentrale Akteurinnen. Jüngere Forschungen zeigen, dass indigene weibliche Aktivistinnen in Darstellungen politischer Bewegungen meist nur am Rande erwähnt werden, obwohl sie maßgeblich an der Organisation beteiligt waren.[24] In der deutschsprachigen populären Literatur und im Film dominierte ebenfalls das Bild der passiven und häufig sprachlosen „Squaw“ als Nebenfigur der männlichen Kriegerfigur. Weyrich setzte weibliche Delegierte ebenso häufig ins Bild wie die männlichen Protagonisten. Die Darstellung weiblicher Delegierter als Sprechende, Fordernde und Verhandelnde unterstreicht ihre essenzielle strategische und politische Rolle – sowohl in offiziellen Verhandlungsräumen als auch in informellen Kontexten. Beatrice Weyrich porträtierte Schlüsselfiguren des indigenen Widerstandskampfs wie Phyllis Young (Abb. 8) und Madonna Thunder Hawk (beide Lakota) (Abb. 9) – Mitbegründerinnen der Woman of All Red Nations – und ihr Engagement bei den Konferenzen.

Schwarzweißfoto von einer stehenden Frau, daneben ein sitzender Mann

Abb. 8: Phyllis Young, Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1981. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Schwarzweißfoto von einer Frau und einem Mann im Gespräch

Abb. 9: Madonna Thunder Hawk und Bill Means, Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1981. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Über einen längeren Zeitraum hinweg dokumentierte sie zudem die Arbeit prägender Persönlichkeiten wie Judith Sayers (Abb. 10), einer führenden Anwältin im Kampf um indigene Souveränität, und die seit den 1980er Jahren international aktive Inuit-Menschenrechtsjuristin Dalee Sambo Dorough (Iñupiaq) (Abb. 11). Dalee Sambo Dorough betont, das übergeordnete Ziel des Prozesses der UN-Deklaration sei es gewesen, „to help reverse the tide of colonisation“.[25] Die langwierigen und von staatlichen Versuchen zur Abschwächung von Formulierungen geprägten Verhandlungen beschreibt sie zugleich als „often frustrating and painful“.[26] Die erwähnten Frauen sind bis heute aktiv, was verdeutlicht, dass der Kampf um Land und Rechte weiter anhält. Dalee Sambo Dorough ist unter anderem Fachmitglied und stellvertretende Vorsitzende des Permanent Forum on Indigenous Issues der UNO.

Auffällig ist, dass auch viele junge Delegierte an den UN-Versammlungen teilnahmen. So ermutigte Madonna Thunder Hawk 1977 beispielsweise ihre damals 16-jährige Tochter Marcy Gilbert, an der UNO-Konferenz teilzunehmen, während sie selbst verhindert war.[27]

Schwarzweißfoto von zwei Frauen an einem Konferenztisch mit Kopfhörern

Abb. 10: Judith Sayers, UN Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1987. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Schwarzweißfoto einer sitzenden Frau vor einem Mikrofon

Abb. 11: Dalee Sambo, Working Group on Indigenous Populations, UNO Genf 1988 Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Beatrice Weyrichs Archiv

Weyrich inszenierte Delegierte häufig im Einzelporträt, auf Augenhöhe oder in leichter Untersicht. Auf der Rückseite der Fotografien vermerkte sie oftmals deren Namen und Zugehörigkeiten. So entstanden wiederkehrende Darstellungen von Schlüsselfiguren wie Thomas Banyacya (Hopi), Ron Lameman (Beaver Lake Cree Nation), Rigoberta Menchú Tum (K’iche‘), Bill Means (Oglala Sioux Tribe) oder Oren Lyons (Haudenosaunee), um nur einige zu nennen. „Das ist nicht so eine schnelllebige Sache, die UNO. Das ist eine seriöse Sache. Die Indigenen sind immer wieder gekommen: Die Delegierten, immer wieder die gleichen, die […] von ihrem Stamm delegiert worden sind“, beschreibt es Weyrich im Interview.[28]

Zeitschriftenseite mit Negativfilmen mit Aufnahmen von Menschen

Abb. 12: Zeitschrift „Incomindios“, Nr. 20, März 1982. Fotos und Grafik Beatrice Weyrich / Incomindios ©

Schwarzweißfoto von zwei sitzenden und einer stehenden Frau

Abb. 13: Rosario Pu Gomez (im Hintergrund) und Rigoberta Menchú Tum (rechts), Comité de Unidad Campesina de Guatemala,
Sechste Session der Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1988. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Sie porträtierte oft aus der Nähe, aber mit zurückhaltender Distanz. Beim Betrachten der Bilder meint man die Vertrauensbasis zu spüren, die zwischen der Fotografin und den Delegierten über viele Jahre hinweg entstanden war. Dieses sichtbare Vertrauen ist möglicherweise auch darauf zurückzuführen, dass sich Weyrich stets um einen sensiblen und respektvollen Umgang bemühte: „Man muss einen menschlichen Kontakt aufbauen. Man kann nicht mit der Kamera kommen und knipsen. Das darf man nie.“ Immer habe sie um Erlaubnis gebeten, bevor sie ein Foto gemacht habe, und auch die Vorsitzende Erica-Irene Daez über ihre Anwesenheit informiert. Sie habe sich wahrscheinlich stundenlang vor den Porträtierten „runtergekniet und […] gewartet, bis es gut aussieht“, erinnert sich Weyrich im Interview.[29]

Ihr sei auch wichtig gewesen, den Porträtierten die Bilder nach Möglichkeit zur Verfügung zu stellen. Sofern sie über die Adressen verfügte, habe sie die Abzüge der Porträts den Delegierten nach dem Entwickeln zugeschickt. Darauf verweist auch eine mehrfach überlieferte Karte von Beatrice Weyrich an die indigenen Delegierten im Bestand von Docip: „It’s with pleasure that I’m handing over the enclosed pictures. […] You can use them as you like […]. For my part, I don’t make money out of these pictures, but I do use them occasionally in bulletins, brochures or books concerning the human rights.“[30]

Die Bilder von Weyrich machen auch die informellen Momente der Sitzungen sichtbar und gewähren einen Blick „hinter die Kulissen“ außerhalb der offiziellen Verhandlungen. Delegierte tauschen sich informell miteinander aus, diskutieren und treffen Absprachen. Diese Aufnahmen verdeutlichen, dass ernsthafte Diskussionen und auch humorvolle Interaktionen die informelle Ebene prägten und unterstreichen die Relevanz dieser Form des Austauschs (Abb. 14, 15). Was auf den Bildern allerdings kaum zu erkennen ist, sind Reibungsmomente aufgrund unterschiedlicher Interessen, etwa bezüglich der Auslegung von Selbstbestimmung: von einfacher Beteiligung bis hin zu umfassenden Autonomieforderungen.[31]

Schwarzweißfoto von mehreren Personen in einem Sitzungssall, im Vordergrund ein Mann und eine Frau

Abb. 14: Bill Means (Mitte) und Raúl R. Salinas, der aus Texas stammende Poet und Aktivist, (rechts) im Gespräch mit weiteren Delegierten,
Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1987. Fotografin: Beatrice Weyrich, Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Schwarzweißfoto von sitzenden und stehenden Menschen in einem Raum mit Konferenztischen

Abb. 15: Delegierte im Sitzungssaal, Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1981. Fotografin: Beatrice Weyrich
Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Weyrichs langjährige Dokumentation der Konferenz ermöglicht es, nicht nur Kontinuitäten etwa in der mehrjährigen Präsenz Delegierter visuell nachzuverfolgen, sondern die Bilder zeigen auch den Wandel innerhalb der internationalen indigenen Bewegungen. Die Fotografien lassen Rückschlüsse auf die wachsende Sichtbarkeit und transnationale Vernetzung indigener Delegationen zu. Während zunächst Vertreterinnen und Vertreter des amerikanischen Kontinents dominierten, kamen vermehrt weitere Delegationen wie die Māori, Massai, Sámi, Ainu u.a. hinzu (Abb. 16).

Schwarzweißportrait von zwei Frauen

Abb. 16: Sharon Venne und Hinewhare Harawira (Māori), United Nations Working Group on Indigenous Populations, UNO, Genf 1988.
Fotografin: Beatrice Weyrich, Quelle: Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip), Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0

Die Zunahme an Vielfalt der vertretenen indigenen Gemeinschaften bei der Konferenz machte die Kommunikation keineswegs zu einer Selbstverständlichkeit. So werden heute allein unter den First Nations in Kanada rund siebzig Sprachen gesprochen. Die auf den Fotografien sichtbaren Kopfhörer verweisen auf den Einsatz simultaner Übersetzung. Neben der Verhandlungssprache Englisch ermöglichte sie den verschiedenen Delegierten, aktiv an den Diskussionen teilzunehmen und eigene Positionen auch in der eigenen Sprache einzubringen.

Ihre Aufnahmen hat Beatrice Weyrich vor einigen Jahren dem Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information (Docip) in Genf übergeben. Docip wurde im Jahr 1978 auf Initiative indigener Delegationen gegründet, die an der ersten Internationalen Konferenz über die Rechte indigener Völker teilnahmen.[32] Die Organisation wird von der Europäischen Union, der Stadt und dem Kanton Genf und dem Sámi Parliament of Norway getragen. Im Archiv finden sich neben dem fotografischen Bestand von Beatrice Weyrich eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten der Konferenzen sowie Oral History-Quellen, die im Rahmen von Symposien und Workshops mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen entstanden sind.

 

Ausblick

Eine breitere Rezeption von Weyrichs Bildern steht noch aus. Einige ihrer Porträts wurden im Warrior Women Project aufgegriffen.[33] Dabei handelt es sich um ein generationsübergreifendes Kollektiv aus indigenen und nicht-indigenen Aktivist:innen, Wissenschaftler:innen und Medienmacher:innen, die sich mit der weiblichen Geschichte indigenen Widerstands auseinandersetzen. Im Jahr 2018 veröffentlichten sie einen vielbeachteten Dokumentarfilm, der in den sozialen Medien durch Bildmaterial aus Weyrichs Bildarchiv begleitet wurde. Die Fotografien von Beatrice Weyrich bergen Potenzial für vertiefte Forschungen, besonders im Vergleich mit weiteren Bildbeständen: Mehrere ihrer Aufnahmen zeigen, dass auch indigene Konferenzteilnehmende selbst fotografierten und filmten, was bisher noch kaum untersucht worden ist.[34]

Mit der Frage, wie indigene Stimmen Eingang in Schule und breite Öffentlichkeit in der Schweiz finden und neue visuelle Zugänge eröffnet werden können, beschäftigte sich das vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt „Postkoloniale Sichtbarkeit. Die Emanzipation der kanadischen First Peoples im Vergleich mit schweizerischen Kanada-Bilder“ an der Pädagogischen Hochschule Luzern (Schweiz).[35] Im Rahmen einer Lernwerkstatt für Schülerinnen und Schüler wurden 2025 erstmals auch Teile von Weyrichs Arbeit präsentiert und didaktisch aufbereitet.[36] Durch die Nutzung ihres Bildarchivs können den gerade in Schulmaterialen immer noch verbreiteten visuellen Narrativen alternative Bildnarrative gegenübergestellt und einer kritischen Reflexion unterzogen werden.

 

 

[1] Vgl. dazu das laufende Habilitationsprojekt von Martin Deuerlein, Strategien der Indigenität, 1837 bis 1982, https://uni-tuebingen.de/fakultaeten/philosophische-fakultaet/fachbereiche/geschichtswissenschaft/seminareinstitute/zeitgeschichte/institut/personal/team/deuerlein-martin/#c1779031 [09.02.2026].

[2] Vgl. Aram Mattioli, Zeiten der Auflehnung. Eine Geschichte des indigenen Widerstandes in den USA, Stuttgart 2023, S. 188-255; Paul Chaat Smith/Robert Allen Warrior, Like a Hurricane. The Indian Movement from Alcatraz to Wounded Knee, New York 1996; Alvin M. Josephy Jr./Joane Nagel/Troy Johnson (Hg.), Red Power. The American Indians’ Fight for Freedom, Lincoln 1999.

[3] Vgl. International NGO Conference on Discrimination Against Indigenous Populations in the America, Genf 1977.

[4] Sharon H. Venne, The Road to the United Nations and Rights of Indigenous Peoples, in: Griffith Law Review 20 (2011), H. 3, S. 557-577, hier S. 559, online https://www.sfu.ca/~palys/Venne-TheRoadToTheUN&RightsOfIndigenousPeoples.pdf [09.02.2026].

[5] Akwesasne Notes, No. 5, 1978, Titelseite.

[6] Vgl. Bill Means, The Context of the Cold War and its Impact on the 1977 Conference, Statement Symposium Docip, Genf 2013, Video veröffentlicht unter https://bridgeto-thefuture.net/node/9 [19.12.2025]. „Bridge to the Future“ ist eine von Docip – Indigenous Peoples Center for Documentation, Research and Information – getragene Webseite mit audiovisuellem Material zur Arbeit Indigener bei der UNO, die in Zusammenarbeit mit indigenen Jugendlichen entstanden ist.

[7] UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples, OHCHR and Indigenous Peoples, 13.09.2007, https://www.ohchr.org/en/indigenous-peoples/un-declaration-rights-indigenous-peoples [09.02.2026].

[8] Venne, The Road to the United Nations and Rights of Indigenous Peoples, S. 572.

[9] Interview der Autorin mit Beatrice Weyrich, Binz (Maur), Zürich, 01.02.2024.

[10] Ebd.

[11] Vgl. u.a. Hartmut Lutz, „Indianer“ und „Native Americans“. Zur sozial- und literaturhistorischen Vermittlung eines Stereotyps, Hildesheim 1985; Thomas Koebner (Hg.), Indianer vor der Kamera, München 2011; Hans-Peter Rodenberg, Der imaginierte Indianer. Zur Dynamik von Kulturkonflikt und Vergesellschaftung des Fremden, Frankfurt a.M. 1994; Alexander Emmerich, Der Wilde Westen. Mythos und Geschichte, Stuttgart 2009; Florian Gredig/Nordamerika Native Museum, Faszination Indianer. Vorstellungen, Darstellungen. Ein Streifzug durch die Jahrhunderte, Zürich 2012; Denise Wheeler, Deutsche Indianer. Eine kleine Kulturgeschichte über Freiheit, Blutsbrüder und letzte Mohikaner, Berlin 2016.

[12] So zeigte beispielsweise die in Zürich herausgebende Untergrundzeitschrift „Hotcha!“ mehrfach Bilder mit Bezug zu indigenen Kulturen, vgl. Hotcha!, Nr. 33, Oktober/November 1969.

[13] Zeitschrift Incomindios Schweiz. Regionalgruppe Zürich-Ostschweiz, Basel Incomindios, H. 1, 1977, o.S.

[14] Interview mit Beatrice Weyrich vom 01.02.2024.

[15] Indianer in Genf, in: Thuner Tagblatt, 20.09.1977, o.S.

[16] Konferenz mit Kriegsgeheul, in: Die Tat, 24.09.1977, S. 5.

[17] Abschluss Internationale Konferenz zum Kampf gegen Diskriminierung der Indianer in Nord- und Südamerika, in: Schweizer Fernsehen, Tagesschau, 23.09.1977.

[18] Häuptlinge auf „Kriegspfad“, in: Schweizer Illustrierte, 19.09.1977, S. 13.

[19] Chief Oren Lyons, Preamble, in: Basic Call to Consciousness, edited by Akwesasne Notes, Summertown 2005, S. 13, online https://www.ebooks2go.com/img/samplefiles/9781570678134_Sample.pdf [09.02.2026].

[20] Interview mit Beatrice Weyrich vom 01.02.2024.

[21] Ebd.

[22] Interview mit Beatrice Weyrich vom 01.02.2024.

[23] Interview mit Beatrice Weyrich vom 01.02.2024.

[24] Vgl. dazu Rachel Huber, Die Frauen der Red-Power-Bewegung. Die Bedeutung von Born-digital-Selbstzeugnissen für unsichtbare Akteurinnen in der Erinnerungskultur, Göttingen 2023, hier S. 16-17, online https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/literatur-sprach-und-kulturwissenschaften/gender-studies/58204/die-frauen-der-red-power-bewegung [09.02.2026].

[25] Reflections on the UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples: An Arctic Perspective, in: Stephen Allen/Alexandra Xanthaki (Hg.), Reflections on the UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples, Oxford 2011, S. 507-533, hier S. 510.

[26] Ebd., S. 533.

[27] Vgl. Madonna Thunder Hawk, Self-Introduction, Symposium Docip, Genf 2013, Video veröffentlicht unter https://bridgeto-thefuture.net/node/582 [09.02.2026].

[28] Interview mit Beatrice Weyrich vom 01.02.2024.

[29] Interview mit Beatrice Weyrich vom 01.02.2024.

[30] Begleitkarte vom November 2003, Indigenous People’s Centre for Documentation (Docip), Genf, Bestand Beatrice Weyrich, Dossier UNO 90.

[31] Vgl. Karen Engle, The Elusive Promise of Indigenous Development. Rights, Culture, Strategy, Durham 2010, S. 67-80.

[32] Indigenous People’s Centre for Documentation, Research and Information, Docip, https://www.docip.org/en/docip/ [09.02.2026].

[33] Warrior Women Project, https://www.warriorwomen.org/ [09.02.2026].

[34] Interessant wären hier u.a. die Mohawk Nation-Zeitung „Akwesasne Notes“, die Bilder von Delegierten der Konferenz 1977 publizierte. Der Fotograf Dick Bancroft begleitete das „American Indian Movement“ fotografisch, darunter auch die Genfer Konferenz von 1977: Dick Bancroft/Laura Waterman Wittstock, We Are Still Here. A Photographic History of the American Indian Movement, St. Paul, MN 2013.

[35] Projekt„Postkoloniale Sichtbarkeit“, Pädagogische Hochschule Luzern (Schweiz), https://www.phlu.ch/forschung/projekte/15899/postkoloniale-sichtbarkeit-die-emanzipation-der-kanadischen-first-peoples-im-vergleich-mit-schweizerischen-kanada-bildern.html [09.02.2026].

[36] Zur Lernwerkstatt „Starke Stimmen. Begegnungen mit Indigenen aus Kanada“: https://www.phlu.ch/forschung/projekte/18632/lernwerkstatt-starke-stimmen-begegnungen-mit-indigenen-aus-kanada.html [09.02.2026].

 

 

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