CfP: Visuelle Bestände im Fokus: Metadaten als Basis zukunftssicherer Bildarchive
Leibniz-Institut für Länderkunde: Beiträge für die Workshop-Reihe „Metadaten“ des Kompetenzfelds „Visuelle Regionale Geographien“ – Abstracts bis 10. Juli 2026
Ankündigung und Call for Papers: Die Workshop-Reihe „Metadaten“ des Kompetenzfelds Visuelle Regionale Geographien am IfL startet mit ihrem ersten Teil. Gesucht werden Beiträge, die Best Practices der Bilderschließung im Archiv vorstellen und kritisch reflektieren.

Leibniz-Institut für Länderkunde: Teaser der Website
Der Workshop richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus kulturbewahrenden Einrichtungen und Bildarchiven, die für die Erschließung visueller Sammlungen (Fotografien, Grafiken, Gemälde, multimodale Inhalte wie bebilderte Karten usw.) verantwortlich sind.
Metadaten prägen den Zugang zu visuellen Sammlungen und lenken den Blick; sie beeinflussen maßgeblich, wie Archivbilder verstanden und welche Erzählungen durch sie ermöglicht werden. Da Nutzende zunehmend institutionenübergreifend über Portale auf Sammlungen zugreifen und diese miteinander vergleichen können, kommt Metadaten eine immer größere Bedeutung zu.
Wie können Erschließungspraktiken unsere Sammlungen auf künftige Herausforderungen vorbereiten? Wie lassen sich moderne Technologien wie KI-gestützte Erschließung und Discovery-Systeme nutzen, um die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit visueller Sammlungen zu verbessern, ohne bestehende Vorurteile oder diskriminierende Kategorisierungen langfristig in Metadaten zu reproduzieren?
Wir laden zu Beiträgen ein, die Best Practices vorstellen – insbesondere experimentelle Ansätze, neue Methoden sowie Erkenntnisse aus Fehlversuchen – und diese kritisch reflektieren.
Programm
Mögliche Themenfelder sind unter anderem:
- Auswahl kontrollierter Vokabulare, Thesauri, Normdaten oder Schlagwörtern für die Bilderschließung, etwa zur Bildbeschreibung, für Sachbegriffe, Ortsnormdaten oder zur Georeferenzierung
- Sensible Erschließung historischer Bildbestände (z. B. aus kolonialen Kontexten) und Multiperspektivität in Metadaten, z. B. durch Citizen-Science-Initiativen
- KI-gestützte Bilderschließung
- FAIRere Metadaten im Bildarchiv (Standard-Austauschformate, Vokabulare, Lizenzen)
- Erfahrungen aus Digitalisierungs- und Erschließungsworkflows, einschließlich Inhaltserschließung, technischer Metadaten sowie des Einsatzes von Soft- und Hardware
- Erfahrungen in der Zusammenarbeit (Regelwerke und Standards), z. B. bezüglich Finanzierungsfragen, rechtlichen Rahmenbedingungen, sammlungsübergreifenden Präsentationen sowie multilingualen Limitationen von GND und Getty AAT
- Integration und Interoperabilität von Vokabularen: Standards zur Metadatenharmonisierung sowie Schnittstellen für geteilte digitale Sammlungen
Der Workshop findet in deutscher Sprache statt; Beiträge auf Englisch sind willkommen. Unmittelbar im Anschluss findet ein weiterer Workshop zu Praktiken der Metadatenvergabe in den Digital Humanities statt. Es besteht die Möglichkeit, an beiden Veranstaltungen teilzunehmen.
Wir bitten um die Einreichung eines kurzen Abstracts (150-200 Wörter) bis zum 10.7.2026 an Paula Schnabel: p_schnabel(at)leibniz-ifl.de.
Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist, um einen intensiven fachlichen Austausch zu ermöglichen.
Rückmeldungen zur Annahme der Beiträge erfolgen bis zum 17. Juli 2026.
Eine Teilnahme ohne eigenen Beitrag ist ebenfalls möglich. Die Registrierung wird nach Sichtung der Einreichungen freigeschaltet.
Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig

