Zukunft war gestern

Rezension: Jürgen Danyel und Holger Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft. Bilder vom ostdeutschen Umbruch

Schwarzweißfotografie vom Abbruch von Plattenbauten, darüber rote Schrift

Cover: Jürgen Danyel/Holger Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft. Bilder vom ostdeutschen Umbruch. Mit zwölf fotografischen Serien von Holger Herschel, Ch. Links Verlag, Berlin 2025 ©

Bücher über das Ende der DDR und dessen Vorgeschichte sind mittlerweile Legende. Nahezu alle Winkel des untergegangenen Staates wurden wissenschaftlich wie feuilletonistisch ausgeleuchtet. Dien(t)en doch vor allem die politischen und sozialen Prägungen durch die SED-Diktatur immer wieder als Erklärungsmuster für das aktuelle (Wahl-)Verhalten der Ostdeutschen. Die Bedeutung der nach der Friedlichen Revolution von 1989/90 in den neuen Bundesländern rasch folgenden, massiven wirtschaftlichen wie hundertausendfachen biografischen Um- und Einbrüche blieb dafür lange unter dem Radar von Politik und Medien.

Erst rund 30 Jahre danach wurden die tiefgreifenden Folgen dieser gesellschaftlichen Veränderungen für das Befinden der Menschen im Osten Deutschlands zu einem zentralen Thema. Wie gut, dass viele ostdeutsche Fotografinnen und Fotografen nach 1990 weiterhin ihrem bereits zu DDR-Zeiten ausgeprägten sozialdokumentarischen Impetus folgten und die Einschnitte der Nachwendezeit im eigenen Auftrag mit der Kamera festhielten. Visuelle Lücken sind so kaum entstanden, auch wenn die Ergebnisse dieser Kontinuität erst jetzt (nach und nach) das Licht der Öffentlichkeit erblicken: so auch die eindringlichen fotografischen Serien des (Ost-)Berliner Fotografen Holger Herschel (*1959), die vor dem Erscheinen dieses bemerkenswerten Bandes nur wenigen Eingeweihten bekannt waren.

„Fotografie ist angehaltene Zeit. Es ist unklar, ob wir in ihr voraus- oder zurückschauen: Archäologie als Futurologie.“ So umreißt der Kulturwissenschaftler Thomas Flierl im vorliegenden Band das zeitgeschichtlich weitgespannte Deutungsfeld der Fotos, die Herschel 2006 von den Sophiensälen in Berlin-Mitte aufgenommen hat.[1] Um 1905 als Handwerkervereinshaus errichtet, waren in den Räumen Ende der 1980er Jahre die Bühnenwerkstätten des Maxim-Gorki-Theaters untergebracht. Hier begann 1988 auch die professionelle Fotografen-Laufbahn Holger Herschels – zunächst als Laborant, später als Bühnenfotograf. Desillusioniert durch mehrere gescheiterte Projekte an der Bauakademie der DDR, suchte der studierte Soziologe in der Fotografie ein neues Betätigungsfeld. Seine Serie von den Sophiensälen, die bis heute ein markanter Ort der freien Theater-, Tanz- und Musikszene Berlins sind, reiht sich ein in weitere fotografische Raum-Erkundungen Herschels, die in dem Band enthalten sind: darunter Bilder der Ost-Berliner Kinolandschaft (Großes Kino) und der Mainzer Straße kurz vor deren gewaltsamer Räumung (beide 1990 entstanden), Fotografien vom Zustand politischer Denkmale, die die Rote Armee und die SED einst in der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern errichten ließen (1991), sowie zur ostdeutschen Wohnkultur mitten im Umbruch (1992) und vom Abriss von Teilen von Hoyerswerda-Neustadt (2003).

Schwarzweißfotografie eines heruntergekommenen Saals mit Bestuhlung

Abb. 1: Holger Herschel, Aus der Serie Sophiensäle, Berlin 2006 © mit freundlicher Genehmigung (S. 235)

All diese Fotos von Stadt- und Wohnlandschaften kommen nahezu gänzlich ohne deren Bewohner:innen bzw. Nutzer:innen aus, was auch für die Leergut-Stillleben von einem Bauernhof im Oderbruch (2012) gilt. Dagegen hat Herschel in seinen Fotoserien von Gießerei-Betrieben in Leipzig und Chemnitz (Altes Eisen, 1990-1993), vom Industriestandort Schwarze Pumpe (1991), vom riesigen asiatischen Handelszentrum Dong Xuan in Berlin-Lichtenberg (2007-2009) und von den „Wendefolgen“ im Oderbruch-Städtchen Küstrin-Kietz (Kietzer Wenden, 2022-2023) stets die dort arbeitenden oder lebenden Menschen als prägende Kräfte der jeweiligen Betriebe und Orte mit ins Bild gerückt. Gleiches gilt selbstredend auch für die Porträtserie vom liebenswürdigen Original Fritz Voigt aus Chemnitz (1992).

In seinen zwölf vielgestaltigen Foto-Serien, aufgenommen in über 23 Jahren, vermittelt Herschel ein tiefgreifendes Bild vom Umbruch im Osten Deutschlands. Der Umfang der einzelnen fotografischen Essays schwankt im Schnitt zwischen 13 und 25 Bildern. Mal sind es ausschließlich Schwarz/Weiß-Fotografien, mal nur Farbaufnahmen; lediglich in der Gießerei-Serie Altes Eisen wechseln S/W- und Farbfotos einander ab. Stets sind die hier gezeigten Fotos aber immer nur ein Auszug aus den weit umfangreicheren Serien. Der Umfang der im Buch daraus jeweils abgebildeten Aufnahmen ist unterschiedlich, führt aber zu einer gelungenen dynamischen Gestaltung der Fotoessays.

Schwarzweißfoto von zwei Männern in Arbeitskleidung an einem Tisch sitzend in einer Fabrik

Abb. 2: Holger Herschel, Aus der Serie Altes Eisen, GISAG-Kombinat in Leipzig und Chemnitz 1990-1993 © mit freundlicher Genehmigung (S. 38/39)

So kommt der Report über die Mainzer Straße – die Herschel in der Nacht zum 14. November 1990 fotografiert hat, bevor die besetzten Häuser in einem der größten Berliner Polizeieinsätze nach dem Zweiten Weltkrieg mit brachialer Gewalt geräumt wurden – mit nur sechs doppelseitigen, randlosen Schwarz/Weiß-Abbildungen aus. Doch genau diese atmen jene „Ruhe vor dem Sturm“,[2] als Herschel mit „Stativ und eine(r) Mittelformatkamera“ ganz allein „mitten auf der Straße“ mit langer Belichtungszeit (S. 277/278) seine markanten Stillleben von den Barrikaden der Besetzer aus ausgebrannten Autos und Müllcontainern, umgestürzten Bauwagen, ausgedienten Möbeln, Bauschutt, Müll und herausgerissenen Pflastersteinen aufnahm. „Er balancierte zwischen den Fronten, ohne es zu merken“ (S. 148), so der Historiker Hanno Hochmuth. Das verleiht Herschels Fotos „etwas Unwirkliches, ja beinahe Friedliches“ (S. 150).

Schwarzweißfoto von einem ausgebrannten Auto in einer Straße nachts

Abb. 3: Holger Herschel, Aus der Serie Mainzer Straße, Berlin, 1990 © mit freundlicher Genehmigung (S. 136/137)

Ganz anders die Präsentation der Fotos von jenem Leergut aus verstaubten Schnaps-, Ketchup- und Babysaftflaschen sowie Gemüse- und Obstgläsern aus DDR-Zeiten, die Herschel 2012 in einem aufgelassenen Bauernhof im Oderbruch gefunden und einzeln fotografiert hat: in Farbstillleben vor stets gleichem Hintergrund. Hier ist die Eröffnungsseite des Fotoessays im „Setzkastenformat“ gestaltet. In fünf Reihen übereinander, mit jeweils 11 Aufnahmen, folgen Flasche auf Flasche und Glas auf Glas, bevor 16 von ihnen auf den nachfolgenden Seiten noch einmal größer abgebildet werden, damit deren farbige Etiketten ihre volle Wirkung und „DDR-Charme“ entfalten können. Als „kryptische Botschaften aus einer fernen und doch immer noch nahen Welt stehen sie nun nebeneinander und vermitteln den Zauber der Erinnerung“[3] – vor allem für jene, die mit ihnen aufwuchsen und sich noch an die stets vollen Alkoholregale und das immer gleiche, wenig abwechslungsreiche Konservenangebot in den DDR-Kaufhallen erinnern können.

Farbfoto einer leeren Weinbrandflasche

Abb. 4: Holger Herschel, Aus der Serie Leergut, Oderbruch 2012 © mit freundlicher Genehmigung (S. 100)

Die Reichweite von Herschels Fotos wird durch die beigefügten Texte namhafter Autor:innen und Fachexpert:innen von Frank Bösch, über Annette Leo und Anja Meier bis zu Stefan Wolle inhaltlich vertieft und erweitert. „Die Beiträge entwickeln, ausgehend von und im Dialog mit den Fotozyklen, jeweils einen eigenen Blick auf die verschiedenen Dimensionen ostdeutscher Umbrüche“, wie der Mitherausgeber Jürgen Danyel befindet (S. 8). Anders als in vergleichbaren Publikationen[4] sind diese Beiträge speziell mit Bezug auf die einzelnen Fotoserien verfasst worden. Texte, die sich ihnen eher feuilletonistisch nähern, wechseln sich mit mehr sachlich-analytischen ab. Mitunter entfalten sie ihren Reiz auch durch eine starke biografische Korrespondenz einzelner Autor:innen zu Herschels Fotoserien.

Besonders gilt dies für den Text Handtuchsäle und Premierenpaläste des Filmkritikers und -essayisten Knut Elstermann (S. 190-198). In seinen, durch Herschels Fotos ausgelösten lebhaften Erinnerungen an die Ost-Berliner Kinolandschaft seiner Kindheit und Jugend, verschmilzt Individualgeschichte trefflich mit der Kinokulturgeschichte der geteilten Stadt: „Das neue Kinoprogramm kam immer am Freitag heraus […]. Ich freute mich schon am Morgen darauf. Nach der Schule stand ich mit Freunden an der Litfaßsäule und verschaffte mir einen Überblick über alle Ost-Berliner Kinos. Sie waren mit ihrem Angebot vollständig auf einem Plakat aufgelistet und so konnte ich meine Filmwoche planen.“

Elstermann fuhr „damals unbekümmert kreuz und quer durch Ost-Berlin, um Filme zu sehen“ (S. 190). Schließlich kosteten Kindervorstellungen nur 25 Pfennig, und so gönnte er sich „manchmal gleich zwei Filme hintereinander“ (S. 191). Der Kino-sozialisierte Autor nimmt die Leser mit in das Filmtheater am Friedrichshain (seinem Lieblingskino), das Babylon am Luxemburgplatz oder in die beiden Premierenpaläste in der Karl-Marx-Allee, das Kino Kosmos und das International samt dessen Bau- und „Nachwende“-Geschichte (S. 194ff.). Gemeinsam blicken wir mit dem Autor hinter die Kinofassaden, die Herschel auf seinen Fotos 1990 verewigt hat. So ergänzen sich Bilder und Text vortrefflich.

Schwarzweißfoto eines Hauseingangs: Rio: Kinder- & Jugendkino

Abb. 5: Holger Herschel, Aus der Serie Grosses Kino, Berlin, 1990 © mit freundlicher Genehmigung (S. 189)

Einen biografischen Bezug zu einer der Fotoserien hat auch der Theaterregisseur und -dramaturg Holger Teschke. Im zeitigen Frühjahr 1991 porträtierte Herschel den Ort Schwarze Pumpe und seine Einwohner. Hier, im Lausitzer Braunkohlerevier, hatte Teschke ab 1985 sein erstes Engagement am „Theater der Bergarbeiter“ in Senftenberg: „Tagsüber bei offenen Fenstern auf der Probebühne und nachts in meiner Wohnung […] hörte ich das Kreischen der Bagger vom Tagebau her“ (S. 29) – das (nach und nach) verstummen sollte. Und so liegt bereits über Herschels in fein nuancierten Grauabstufungen festgehaltenen Revierlandschaften „eine gewisse Melancholie des Verschwindens“.

Es sind Bilder, die auch mich – den Rezensenten dieses Bandes – stark ansprechen, weil sie einen unmittelbaren biografischen Bezug zu mir haben. Besonders Herschels Serie über den Abriss von Hoyerswerda-Neustadt spricht mich an, verbrachte ich hier doch meine dreijährige Lehrzeit zum Bauarbeiter mit Abitur. 1971 habe ich im Wohnkomplex VIII an einem fünfgeschossigen Plattenbau mit gebaut. Der ist heute längst demontiert, wie fast 60 Prozent des ehemaligen Wohnungsbestandes auch. Das langsame Verschwinden der einst propagandistisch gepriesenen „ersten sozialistischen Wohnstadt der DDR“ habe ich bei späteren Besuchen hautnah erleben können. Der Historiker Jens Schöne, Autor des Textes zu Herschels Bild-Folge einer „Fotografie der Abwesenheit“ (S. 96), bekennt freimütig, kein „ausgewiesener Kenner der ostdeutschen (Rück-)Baugeschichte“ und auch „noch nie in Hoyerswerda gewesen“ zu sein.[5] Dennoch resultiert für ihn eine Vielzahl weiterführender Fragen aus diesen Fotos: „Wie war das mit den Utopien und der Realität in der DDR? Welche Spuren haben die Umbrüche ab 1989/90 hinterlassen? Wie erinnern wir daran, und wo stehen wir heute?“ (S. 91)

Stärker analytisch angelegt sind die Texte von Annette Schuhmann Über den Wert der Arbeit in Ostdeutschland (S. 50-61) zu Herschels Fotos über das ehemalige GISAG-Kombinat in Leipzig und Chemnitz (S. 30-49), von Elke Kimmel über Ostdeutsche Wohnungseinrichtungen nach 1990 (S. 166-175) zu der Foto-Serie über die ostdeutsche Wohnkultur (S. 154-165) oder von Frank Bösch über das Dong Xuan Center in Ost-Berlin (S. 216-225, Fotos dazu S. 200-215). Selbstverständlich stellen dabei die im Band abgebildeten Fotos Herschels die Hauptbasis für die nachfolgenden Analysen dar. Doch sollte bei getroffenen Wertungen immer auch die Gesamtheit der zum jeweiligen Thema vorhandenen Fotografien von ihm berücksichtigt werden. Sonst kommt es zu Fehleinschätzungen, wie bei Kimmel, die sich über „die weitgehende Abwesenheit von Büchern und Bücherregalen“ auf den im Band abgebildeten Wohnungsfotos wundert und fragt, „handelt es sich beim ‚Leseland DDR‘ vielleicht um eine Schimäre?“ oder hat „Herschel die Bücher nicht fotografiert (aus welchen Gründen auch immer) …“ (S. 173/74).

Doch er hat! Davon kann man sich in der umfangreichen Veröffentlichung seiner Fotografien zu „Wohnwelten in Ostdeutschland“[6] überzeugen, die aus „96 explorativen Fallstudien mit anschließender Fotodokumentation in den Wohnungen und Gärten der Befragten“ stammen, die Mitte 1992 durchgeführt wurden (S. 12). Dabei hat Herschel mehr als 3000 Fotos gemacht, von denen etliche – geordnet nach sozialen Milieus – in der Burda-Broschur auch abgebildet sind. Bücher und Bücherregale finden sich dort vor allem im „bürgerlich-humanistischen Milieu“ (S. 84), dem „rationalistisch-technokratischen Milieu“ (S. 86) und auch im „hedonistischen Arbeitermilieu“ (S. 94).

Wenn dem insgesamt gelungenen Foto-Text-Band aber etwas anzulasten ist, so ist dies die völlige Abwesenheit von Bildunterschriften. Wenn man sie aus gestalterischen Gründen nicht unter oder an den Fotos selbst anbringen wollte, so hätte man sie zumindest im Anhang verzeichnen sollen. So wird es allein den Betrachter:innen aufgeladen, anhand der beigefügten Texte herauszufinden, wann und wo die einzelnen Fotos konkret gemacht wurden bzw. bei Porträts, wen sie eigentlich zeigen. Besonders fatal ist das, wenn ein und dieselbe Person zu unterschiedlichen Zeitpunkten zweimal fotografiert wurde, ohne dass die so entstandenen Bildpaare nebeneinander abgebildet werden, wie das bei den Einwohner:innen aus dem Grenzort Küstrin-Kietz im Oderbruch der Fall ist (vgl. S 244-247). Im Rahmen des dortigen Projekts wurden mit den abgebildeten Menschen biografische Interviews durchgeführt. Sie werden in dem zugehörigen Text von Jürgen Danyel (S. 258-269) auch namentlich zitiert. Unverständlich ist, warum die Aufnahmen von ihnen nicht auch dementsprechend gekennzeichnet sind. An der fehlenden Zustimmung der Porträtierten kann es ja nicht gelegen haben.

Schwarzweißfoto einer Frau vor einer Eisenbahnbrücke

Abb. 6: Holger Herschel, Aus der Serie Kietzer Wenden, Küstrin-Kietz 2022-2023 © mit freundlicher Genehmigung (S. 253)

Die fehlenden Bildunterschriften erschweren auch die eindeutige Ortszuordnung der Fotos von den Mecklenburger Denkmalen (S. 62-71). Aus einem Satz im dazugehörigen Text der Historikerin und Publizistin Annette Leo wird deutlich, dass dies offensichtlich einmal anders geplant war. Sie schreibt: „Die Bildunterschrift klärt darüber auf, dass es sich um die Rosa-Thälmann-Schule in Fürstenberg handelt“ (S. 75). Doch sucht man diese Bildunterschrift im Buch jetzt vergeblich. Das ist zu bedauern.

Insgesamt zeigen Holger Herschels eindringliche Fotoserien ein facettenreiches Bild vom Osten Deutschlands, der nicht mehr die DDR, jedoch auch noch nicht im wiedervereinten Deutschland aufgegangen war – vor allem was die emotional hin- und hergerissenen Ostdeutschen betrifft. Davon geben auch die lesenswerten Textbeiträge des Bandes ein intensives Zeugnis, in denen zugleich die Jahre des Umbruchs historisch eingeordnet werden.

 

Jürgen Danyel und Holger Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft. Bilder vom ostdeutschen Umbruch. Mit zwölf fotografischen Serien von Holger Herschel, Ch. Links Verlag Berlin 2025, 288 Seiten, 28,- €, ISBN 978-3-96289-233-3
https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/vergessene-zukunft/978-3-96289-233-3

 

Anm. d. Redaktion:

Vom 31. Oktober bis 20. Dezember 2026 ist in Putbus auf Rügen die Ausstellung VERGESSENE ZUKUNFT mit Fotografien von Holger Herschel zu sehen.

Eröffnung am Sonnabend, dem 31. Oktober 2026, 17 Uhr, Laudatio: Holger Teschke

Orangerie Putbus Kulturstiftung Rügen, Alleestraße 35, 18581 Putbus

Die Ausstellung ist geöffnet mittwochs bis sonnabends von 11 bis 16 Uhr, sonntags von 13 bis 16 Uhr.

https://holgerherschel.de/news.php

 

[1] Thomas Flierl, Tanz in der Dunkelkammer. Die Sophiensäle in Ost-Berlin, in: Jürgen Danyel/Holger Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft. Bilder vom ostdeutschen Umbruch, Berlin 2025, S. 240-243, hier S. 243.

[2] Titel des Textes von Hanno Hochmuth, den er zu den Fotos verfasst hat, in: Danyel/Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft, S. 146-152.

[3] Stefan Wolle, Die Abstellkammer als Zauberreich der Erinnerung, in: Danyel/Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft, S. 104-112, hier S. 105.

[4] Etwa die beiden Bild-Text-Bände mit Fotografien von Jürgen Hohmuth, Graustufen: Leben in der DDR, in Fotografien und Texten, Berlin 2017, und Graubunt. Zwischen Anarchie und D-Mark – Ostdeutschland in den frühen 90ern, Berlin 2020, beide erschienen bei Edition Braus. Während die meisten Texte des ersten Bandes direkt Bezug auf die daneben abgebildeten Fotos nehmen, stehen sie im zweiten Band über die Nachwendezeit eher in einem assoziativen Verhältnis zu ihnen.

[5] Jens Schöne: Glück auf! Hoyerswerda oder Die Abwesenheit von Erinnerung, in: in: Danyel/Herschel (Hg.), Vergessene Zukunft, S. 90-97, hier S. 90.

[6] Berthold Flaig, Wohnwelten und Gärten in Ostdeutschland. Alltagsästhetik, Wohnmotive, Wohnstile, Gartenwerte und Gartenstile in den neuen Bundesländern. Ein Forschungsbericht der Burda GmbH, Offenburg und Sinus, Heidelberg, Offenburg, April 1993, 108 Seiten.

 

 

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