Veranstaltung: In Erinnerung an Klaus Hesse

Topographie des Terrors, 3. November 2026, 19 Uhr

Ein Foto von einem Vortragsraum mit Publikum und Schrift

Topographie des Terrors, Screenshot

Klaus Hesse, 1955 in Hemer (Westfalen) geboren, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik an der Freien Universität Berlin. Als Diplom-Politologe verstärkte er ab 1986 eine aus Frank Dingel (1945-2004) und Thomas Friedrich (1948-2011) bestehende Arbeitsgruppe. Unter der Leitung von Reinhard Rürup (1934-2018) bereitete sie am ehemaligen Standort der Zentralen von Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt die Dokumentation „Topographie des Terrors“ vor, die im Juli 1987 eröffnet wurde.

Mit seinem besonderen Interesse an der visuellen Überlieferung der NS-Zeit prägte Hesse weitere Ausstellungen, vor allem die Dauerausstellung, die seit 2010 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors gezeigt wird. Große Aufmerksamkeit fand ein gemeinsam mit Philipp Springer realisiertes Rechercheprojekt, aus dem 2002 Buch und Ausstellung „Vor aller Augen. Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz“ hervorgingen.

Klaus Hesse war ein geschätzter Experte der Visual History und veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze. Sein Buch „Das ‚Dritte Reich‘ nach Hitler. 23 Tage im Mai 1945“ (2016) erschien mit einem Essay von Gerhard Paul als erster Band der von Andreas Nachama herausgegebenen Reihe „Topographie des Terrors Notizen: Visuell“. Bis 2021 war Hesse wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung. Auch im Ruhestand blieb er dem Haus verbunden. Am 31. März 2026 ist Klaus Hesse nach langer Krankheit gestorben.

 

Programm: Dienstag, 03. November 2026, 19:00 Uh

Begrüßung
Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors

Klaus Hesse als Ausstellungskurator der „Topographie des Terrors“
Prof. Dr. Andreas Nachama, ehemaliger Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Stand und Perspektiven der Visual History
Prof. Dr. Gerhard Paul, Professor i.R. für Geschichte und ihre Didaktik an der Europa-Universität Flensburg

Im Anschluss laden wir zu einem kleinen Empfang.

 

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors 
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin-Kreuzberg

Anmeldung erforderlich: veranstaltungen@topographie.de

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