Tagung: Nationalsozialismus ausstellen

Zugänge, Perspektiven und Herausforderungen im 21. Jahrhundert – Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg, 5.-7. Oktober 2022

Ein Archivregal, in dem sich Kartons befinden.

Flyer zur Tagung „Nationalsozialismus ausstellen“,
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Wie sollen Ausstellungen über die Geschichte des Nationalsozialismus in Zukunft aussehen? Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden künftig gesetzt? Wie geht man um mit den historischen Zeugnissen aus der NS-Zeit, die jetzt vermehrt in die Sammlungen kommen? Mit Objekten, Propagandafotos oder architektonischen Hinterlassenschaften? Was soll man wie ausstellen und welche Erkenntnisse kann man dadurch vermitteln?

Im Hinblick auf die Neukonzeption der Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände werden diese und weitere Fragen der künftigen Ausstellungspraxis mit internationalen Fachkolleginnen und -kollegen sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung diskutiert.

 

PROGRAMM

Mittwoch, 5. Oktober 2022

16.00-18.00 Optionale Besichtigung der Ausstellung Nürnberg – Ort der Reichsparteitage. Inszenierung, Erlebnis und Gewalt
(Anmeldung erforderlich, Treffpunkt Busshuttle um 15.40 Uhr am Tagungsort)

19.00-19.30 Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. Julia Lehner (Bürgermeisterin der Stadt Nürnberg), Florian Dierl (Leiter des Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände)

19:30-21:00 Podiumsgespräch: Gibt es eine Meistererzählung des Nationalsozialismus?
Prof. Dr. Magnus Brechtken (Institut für Zeitgeschichte München), Dr. Thomas Brodie (University of Birminghamn), Moderation: Dr. Axel Drecoll (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)

 

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Themenblock 1: Wofür steht „Nürnberg“? Reichsparteitage und deutsche Gesellschaft zwischen inszenierter Utopie und sozialer Realität

09:00-09:15 Begrüßung

09:15-09:45 „Volksgemeinschaft“ – imaginierte Wirklichkeit und Praktiken von Inklusion und Exklusion
Prof. Dr. Dietmar Süß (Universität Augsburg)

09:45-10:15 Nachkriegsgesellschaft und Gewalterfahrung
PD Dr. Claudia Kemper (LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte Münster/Universität Hamburg)

10:15-10:45 Kaffeepause

10:45-12:00 Gemeinsames Podium und Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Peter Klein (Touro College Berlin)

12:00-13:00 Mittagessen

Themenblock 2: Jenseits der Dokumentation – der Nationalsozialismus im Spiegel materieller Zeugnisse

13:00-14:30 Podiumsgespräch: Architekturen des Nationalsozialismus als Ausdruck von Ideologie?
Prof. Dr. Gabu Heindl (GABU Heindl Architektur Wien/ Technische Hochschule Nürnberg), Dr. Sylvia Necker (LWL-Preußenmuseum Minden), Prof. Dr. Max Welch-Guerra (Bauhaus-Universität Weimar), Moderation: Prof. Dr. Christian Demand (Herausgeber der Zeitschrift „Merkur“)

14:30-15:00 Kaffeepause

15:00-17:00 Parallele Workshops: Relikte des Nationalsozialismus in Ausstellungen – Praxisbeispiele

1 Ausstellung Design des Dritten Reiches
Tomas van den Heuvel (Design Museum Den Bosch), Moderation: Andreas Mix (Topographie des Terrors)

2 Ausstellung Berlin 1937 – Im Schatten von morgen
Gernot Schaulinski (Stiftung Stadtmuseum Berlin), Moderation: Dr. Ingmar Reither (Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in Nürnberg)

3 Ausstellung Hitler entsorgen. Vom Keller ins Museum
Dr. Monika Sommer (Haus der Geschichte Österreich), Moderation: Dr. Sven Keller (Dokumentation Obersalzberg)

Gemeinsame Schlussrunde

 

Freitag 7. Oktober 2022

09:00-10:30 Podiumsgespräch: Fotowelten aus der NS-Zeit: Zwischen Dokumentation und Propaganda
Dr. Christoph Kreutzmüller (Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz), Svea Hammerle (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Prof. Dr. Annette Vowinckel (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam), Moderation: Sebastian Peters (Dokumentation Obersalzberg)

10:30-11:00 Kaffeepause

Schlussrunde: Podiumsgespräch: Neue Perspektiven für die Ausstellungspraxis
Prof. Dr. Charlotte Bühl-Gramer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Dr. Angela Jannelli (Historisches Museum Frankfurt), Dagmar von Wilcken (F217 Ausstellungsgestaltung), Moderation: Assoz. Univ. Prof. Dr. Birgit Kirchmayr (Johannes Kepler Universität Linz)

 

Tagungsort
Akademie C.-Pirckheimer-Haus
Königstraße 64
90402 Nürnberg
Das CPH befindet sich ca. 5 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Ort der Ausstellungsbesichtigung
Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände
Bayernstraße 110
90478 Nürnberg
Verkehrsverbindung: Straßenbahn 6 und 8, Bus 36, S-Bahn 2

 

Anmeldung
Eine Anmeldung erfolgt per E-Mail an
tagung.dokumentationszentrum@stadt.nuernberg.de
unter Angabe von Name, Institution sowie auf Wunsch vegetarisches Essen und Teilnahme an der Ausstellungsführung.

Anmeldeschluss: 20.09.2022
Alle weiteren Infos erhalten Sie mit Ihrer Anmeldebestätigung

Live-Stream: https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum/aktuelles/live-stream-tagung

 

Tagungsgebühr
20 EUR regulär, 10 EUR ermäßigt
(beinhaltet Tagung, Shuttle zur Ausstellung, Kaffeepausen und Mittagessen am Donnerstag)

Die Veranstaltung wird im Livestream übertragen. Den Link finden Sie zeitnah an dieser Stelle. Hinweise zu allen coronabedingten Regelungen und Änderungen finden Sie gegebenenfalls ebenfalls hier.

https://museen.nuernberg.de/dokuzentrum/kalender-details/tagung-nationalsozialismus-ausstellen-2249

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